4 Semester berufsbegleitendes Studium – ein persönliches Resümee

Nach vier Semester berufsbegleitend studieren neben einem Vollzeitjob blicke ich zurück: Auf viele lange Nächte, Wochenenden mit Vorlesungen, aber auch auf umgesetzte Projekte und viele neue Erkenntnisse, Eindrücke und Ideen. Um in den Analogien meines Blogs zu bleiben: Nach diesen 4 Semestern fühle ich mich, als hätte ich für mich persönlich ein Kochbuch voller Rezepte, Fotos, Lieblingszutaten und Tipps und Tricks befüllt.

 Berufsbegleitend studieren ist oft nicht freizeitbegleitend

„Es wird schon nicht so schlimm werden“ – das habe ich mir zu Beginn des Content Strategie Studiums gedacht. Mein letzter Studienabschluss war schon lange genug her, um mich wieder der Illusion hinzugeben, dass Studium und Job ja nicht so stressig sind.

Nun fühle ich mich wie ein Pinocchio-Verschnitt, denn da habe ich mich glatt selbst angelogen. Es war eine Herausforderung, aber eine machbare, wie sich herausgestellt hat.

Das erste Jahr gab noch ziemlich gut die Möglichkeit, alles miteinander zu kombinieren. Der hohe Fernstudienanteil mit Hangouts über Google+ verlangte nicht jedes Wochenende eine Anwesenheit. Das war sehr einfach, vor allem für meine Studienkollegen, die eine weitere Anreise hatten. 

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Daran denke ich gerne zurück: an einen tollen Austausch zwischen uns Studenten

Im nächsten Jahr war die Belastung dann um einiges höher. Ich steckte mir das ehrgeizige Ziel, im Juni meine Masterarbeit abzugeben. Einige Monate vor Abgabe war ich mir nicht sicher, ob ich dies tatsächlich schaffen kann. Doch ich legte mein Privatleben mehr oder weniger auf Eis, die Abende und Wochenenden waren reserviert für das FH-Studium. Es war anstrengend, körperlich und geistig. Ich danke meinen Mitmenschen für die Geduld und Unterstützung, denn ohne diese wäre dies nicht möglich gewesen. Und meinen lieben Studienkollegen, denn die gegenseitige Motivation war sehr inspirierend. Nun ist es vollbracht – die Masterarbeit ist abgegeben und die Prüfung steht in zwei Wochen bevor. Und dann? Dann geht’s erst richtig los. 

Das Ende ist ein neuer Anfang

Eine Kollegin fragte mich neulich: „Wie schön, du hast die Masterarbeit abgegeben. Was wirst du jetzt wohl machen?“ Es war eher als rhetorische Frage gemeint, die mich aber zum Nachdenken anregte. Ich schrieb meine Masterarbeit für die Firma, in der ich tätig bin. Aus gutem Grund. Denn darin gab ich jede Menge Handlungsempfehlungen, eine Kombination aus den Dingen, die ich im Studium gelernt habe und den Erkenntnissen, die ich in meinen Jahren bei diesem Unternehmen gewonnen habe. Und nun geht es darum, eben genau mit dieser Kombination diese Handlungsempfehlungen umzusetzen und eine Content Strategie einzuführen. Ich war in den letzten Wochen mehr auf die Abgabe konzentriert, als auf die Phase, die danach kommt. Dazu gehört, das Gelernte umzusetzen und anzuwenden. Schließlich habe ich nicht zum Selbstzweck studiert, nicht meine Freizeit geopfert, um das neu erworbene Wissen in Regalen meines Kopfes verstauben zu lassen. Sondern um es anzuwenden und aktuell zu halten (nicht zuletzt, indem ich mit dem Studiengang verbunden bleibe) und das ist wiederum eine völlig neue und spannende Herausforderung.

 

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