Das letzte Präsenzwochenende: Eine Mischung der Gefühle

Nach vier Semestern Content Strategie-Studium und Reifezeit hieß es Ende Juni leider Abschied nehmen. Ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass dies das letzte Präsenzwochenende war, an dem wir Cosis uns in Graz für Vorlesungen trafen. Ausgekocht ist aber noch lange nicht und genug Zutaten haben wir auch noch im Kühlschrank für Nachschlag.

Ein Cocktail der Gefühle

Der Freitag startete damit, dass ich meine Masterarbeit für die Abgabe vorbereitete, einen letzten Blick darauf warf und dann ging sie schnurstracks ins Postfach meiner beiden Betreuer. Dass ich soeben monatelange Arbeit abgegeben hatte, realisierte ich erst später, als wir auf die FH kamen und strahlende Gesichter uns empfingen und zur Abgabe gratulierten. Unsere liebe Kollegin Issi spendierte eine Pizzarunde zu Ehren ihrer Hochzeit und mit Prosecco und PizzIMG_20160708_175315_bearba feierten wir ihre Vermählung, unsere Masterarbeit und das letzte Präsenzwochenende. Daniela hatte für die fünf Abgabelinge sogar eigene Power Rangers Buttons gestaltet – ich war hin und weg. Statt der Erleichterung über die Abgabe wurde mir etwas schwer ums Herz, dass dies das letzte Wochenende in dieser einzigartigen Gemeinschaft war.

Nach einem tollen Seminar mit Ursula Kronenberger über Change Management (und sehr wichtig für Content Strategie!) ließen wir den Tag auf der wunderschönen Terrasse von unserem Studiengangsleiter Heinz Wittenbrink ausklingen. Bei Grillen und gutem Wein genossen wir den lauen Sommerabend mit unseren Vortragenden, die auch eigens für das letzte Wochenende angereist waren.

13494938_1271032216248092_4422182967998784859_nAm Samstag besprachen wir schließlich die Masterarbeiten und die Masterprüfung und unsere Vortragenden Rahel Anne Bailie, Martin Bredl, Doris Eichmeier, Sascha Stoltenow und Heinz Wittenbrink hielten Impulsvorträge zu Content Strategie – gleichzeitig Definition, State-of-the-Art und eine Art Mitgift an uns zukünftige Content Strategen. Schließlich kamen auch noch wir Power Rangers zu Wort und teilten unsere Erfahrungen der letzten Monate mit unseren Studienkollegen und Betreuern. Es hat mich persönlich sehr bewegt, dass sich alle Cosis – Studenten, wie auch Vortragende – so über unsere Abgabe gefreut haben und dass an diesem Wochenende eine so positive Grundstimmung herrschte. Das war für mich unglaublich schön und wird mir sehr fehlen.

COS14 – Lieblich im Abgang

COS14 hat nun sozusagen ausstudiert, aber ich bin mir sicher, dass das Netzwerk bestehen wird. Schließlich haben wir es über vier Semester geschafft, stark vernetzt zu sein, obwohl wir uns teilweise nur alle paar Monate gesehen haben. Wir sind ein bunter Haufen, haben unterschiedliche Kompetenzen, die kombiniert ein sehr starkes Bündel ergeben. Verbunden sind wir durch das Bestreben, Content jeglicher Art strategisch zu sehen und zu planen.

Sehr interessante Beiträge zum Ende unseres Studiums von zwei meiner Power Ranger Kolleginnen:

Kerstin Strohmeier:

https://cosfortzone.wordpress.com/2016/07/04/masterarbeit-es-ist-angerichtet/

Sabrina Blazek:

https://cospitality.wordpress.com/2016/06/30/cos-from-scratch/#more-476

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COS goes Vienna – ein Einblick in die Wiener Agenturszene

Anfang Jänner machten die COSis wieder mal eine Reise – diesmal in unsere schöne Hauptstadt Wien. Dort lernten wir die Wiener Agenturszene kennen und wie sie Content Strategie leben. Es war wahrlich beeindruckend.

Wie Strategie bei Digital Affairs gelebt wird

Am Freitag durften wir den Nachmittag bei der Digitalagentur „Digital Affairs“ verbringen, die seit Kurzem zu „VICE“ gehören. Geschäftsführerin Judith Denkmayr erzählte uns so einiges zum Thema Strategie und wie man mit Projekten beginnt und wo man ansetzt. Sie erzählte auch, dass Kunden oft glauben, sie brauchen zum Beispiel eine Social Media Kampagne, ohne aber die dahinter liegende Strategie für Social Media zu haben. Digital Affairs betreut einige der größten Consumer Brands in Österreich und in der Wahl der digitalen Kanäle steckt oft sehr viel Mut dahinter. Zum Beispiel ist Twitter in Österreich zwar nicht das stärkste soziale Netzwerk, aber dafür gut, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen und um sich damit auch noch hervorzuheben. Und genau das machte Digital Affairs für eine österreichische Bank. Noch dazu sehr gut.

Customer-Journey_Wien

 

Damit wird bei Digital Affairs das Süppchen gekocht

Für mich war überraschend, dass auch in einer Agentur, die vor Kreativität nur so sprüht, zu Beginn eines Projektes sehr strategisch und absolut geplant vorgegangen wird. So startet ein Projekt meist sehr klassisch mit Briefing, Analyse, über Strategie- und Zieledefinition, bis hin zum Konzept mit den geplanten Maßnahmen. In der Analyse kommt dabei ebenso die gute alte SWOT-Analyse, wie auch neuere Ansätze, wie etwa Content Audits oder Customer Journeys zum Einsatz.

vi knallgrau – alles andere als grauer Einheitsbrei

Content-Strategy-CanvasAm Samstag lud uns Dieter Rappold, Mitgründer der Agentur vi knallgrau, in seine Agentur. Auch hier spürte man wieder die kreative Energie und das hohe Niveau, auf dem hier gearbeitet wird. Wir nahmen verschiedene Modelle aus der klassischen Unternehmensstrategie und legten sie auf Content Strategie um. Manche Modelle ließen sich toll umlegen, andere Modelle hingegen wurden im Vorhinein schon kritisiert und konnten somit auch im strategischen Umgang mit Content für uns keine Verwendung finden. Hier gehts zu unseren Gruppenergebnissen.

Mit einem Koffer voller Eindrücke zurück nach Graz

Alles in Allem war es ein sehr inspirierendes Wochenende und eine einzigartige Chance, hinter die Kulissen von zwei so großen Agenturen blicken zu dürfen. Es war auch sehr interessant zu sehen, dass Strategie bei allen Kundenprojekten eine große Rolle spielt. Auch Content Strategie gelangt immer mehr in den Vordergrund, ob als Einfluss von Kundenprojekten oder eigens entwickelten Content Strategien.

https://digitalaffairs.at/

http://www.knallgrau.at/blog/

Die Strategie in „Content Strategie“ bringen

Eine Strategie zu haben, ist das „A und O“ in vielen Lebensbereichen. Sei es in der Küche mit einem Rezept, im Unternehmen als Unternehmensstrategie – oder ganz allgemein im Leben. Wenn man weiß, wo man wie hinmöchte, wird es wesentlich leichter, dort auch tatsächlich hinzugelangen. Grund genug für mich, darüber einige Zeilen zu verfassen.

Die Strategie als Maß aller Dinge – das Rezept zum Erfolg

Im dritten Semester unseres Content Strategie Studiums haben wir uns viel mit dem Thema Strategie beschäftigt. Die Bedeutung kommt ursprünglich aus dem Kriegswesen, und bedeutet übersetzt aus dem Griechischen Heeresführung. Ein Stratege war im antiken Griechenland ein Heerführer. Heute verstehen wir unter Strategie ein ganzheitliches Vorgehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Im Gegensatz dazu steht eine kurzfristige Taktik, die aber durchaus ein operativer Teil einer Strategie sein kann.

Bringing the „Strategy“ to „Content Strategy“

Als eine Übung hatten wir die Aufgabe von Dieter Rappold, Gründer der Wiener Agentur vi knallgrau, bekannte Strategiemodelle auf Kompatibilität für Content Strategie zu überprüfen und umzulegen. Gesagt, getan. In einer Gruppenarbeit mit Kerstin Strohmeier sahen wir uns die Modelle an und legten sie auf Content Strategie um. Als begeisterte Strateginnen waren uns die Modelle bekannt, weil wir sie teilweise auch schon in der Praxis angewendet haben.  Es war für uns sehr interessant zu sehen, wie leicht man Modelle, wie zum Beispiel „Porter’s Five Forces“ oder die „Blue Ocean Strategy“ auf den Kommunikationsbereich und den Einsatz von Content umlegen kann. Andererseits, diese Modelle haben sich seit Jahren bewährt, da sie einfach, und deshalb so leicht auf verschiedene Branchen und Abteilungen anwendbar sind.

Vom Blue Ocean zum Blue Content Ocean

Die Blue Ocean Strategie geht davon aus, sich von den gesättigten, „totgefischten“ Meere abzuwenden und neue Meere, also „Blue Oceans“ zu kreieren. Es geht darum, eine völlig neue Kombination aus Leistungen zu erschaffen und somit einen neuen Markt zu schaffen, indem es noch keine Konkurrenz gibt. Dies schafft man dadurch, dass man die für bestimmte Nutzer relevanten Komponenten kreiert oder steigert und die weniger bis gar nicht relevanten Komponenten minimiert und eliminiert. Dies wird veranschaulicht im dazugehörigen „Blue Ocean Strategy Canvas“. Daraus machten wir das „Blue Ocean Content Strategy Canvas“. Man kann auch in einem Unternehmen den Content unter die Lupe nehmen und daraus zum Beispiel in den verschiedenen Kanälen das optimale Content-Bündel schnüren. Für uns zeigte sich das Blue Ocean Strategy Modell also als perfektes Tool auch für Content Strategie. Man kann damit die ganze Kommunikation ansehen im großen Stil oder zum Beispiel „nur“ Social Media, quasi für eine Mini Blue Ocean Content Strategy.

Hier gibts die von uns erarbeiteten Strategie-Tools als Präsentation zu sehen.

Zum Blog von vi knallgrau.

Masterstudium Content Strategy: Semester 2

Der Juli hat begonnen und der Sommer steht in den Startlöchern – mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad. Mit Beginn des Sommers endet das zweite Semester meines Masterstudiums Content Strategy an der FH Joanneum. Diese Zeit des Übergangs schreit nach einer Reflexion dieses endenden Semesters, wie ich finde.

Das zweite Semester war gehobenere Küche – Mehr Organisation und mehr „Content“

Als erster Jahrgang dieses Studiums mussten wir uns im ersten Semester mit einigem an Improvisation und Unklarheiten herumschlagen, was definitiv für alle Beteiligten – Studierende, wie Lehrende, nicht einfach war. Im zweiten Semester war bereits eine deutliche Verbesserung spürbar, denn es gab von Anfang an einen strukturierten Plan der zu erwartenden Inhalte, der wissbegierig machte.

Das zweite Semester stand unter dem Thema Analyse mit Lehrveranstaltungen wie empirische Sozialforschung, Usability, Web Accessibility und Social Media Monitoring.

Daneben gab es spannende Lehrveranstaltungen wie Multimediales Storytelling, Information Graphics and Visualization, sowie SEO.

Der Expertenaustausch – die Haubenköche der Content Strategie

Wir durften in diesem Semester einige Spezialisten rund um das Gebiet der Content Strategie kennen lernen. In unserer Präsenzwoche in London waren das etwa Rahel Ann Bailie, Elizabeth McGuane, Mike Atherton und Lisa Moore. Am letzten Präsenzwochenende halfen uns Doris Eichmeier und Klaus Eck (aus London besuchte uns auch Rahel Ann Bailie) dabei, die Exposées unserer Projektarbeit für das zweite Semester zu verfeinern.

Es war faszinierend, diese Spezialisten zu erleben und sich mit ihnen auszutauschen. Sie haben mich wieder darin bestätigt, dass dieses Studium nicht nur für mich persönlich wichtig ist, sondern es auch für Unternehmen unabdingbar ist, sich strategisch mit Inhalten zu beschäftigen.

Doch manche Aspekte liegen mir dennoch schwer im Magen…

Das zweite Semester war von den Inhalten sowohl gut durchdacht, als auch relevant für die praktische Umsetzung in Unternehmen. Dennoch gibt es für mich ein paar Wehmutstropfen an diesem Semester. In der Analysephase einer Content Strategie ist ein Content Audit ein wichtiger Bestandteil. Eine Lehrveranstaltung war auch demnach betitelt, auf die ich mich persönlich sehr gefreut habe. Leider gab es in dieser Lehrveranstaltung, so gut sie auch war, keine Spur von einem Content Audit. Der Audit wurde nur im Rahmen der London-Woche gestreift, hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Auch auf das Thema User Research und Usability hatte ich mich zu Beginn des Semesters sehr gefreut. Die Aussicht auf ein praktisches Projekt für ein großes Grazer Unternehmen war spannend – der Ablauf dieses Projektes dann umso ernüchternder. Wir wurden angewiesen, ein Buch (!) über das Thema Usability zu lesen, das 2009 (!!!) zuletzt überarbeitet wurde. Mit diesen selbst erarbeiteten Inhalte sollten wir dann innerhalb von zwei Wochen Usability Tests durchführen, die Website analysieren und die Präsentation für dieses Unternehmen vorbereiten. Diese Vorgehensweise war für mich absolut untragbar und sehr unprofessionell.

Dennoch überwiegen natürlich wieder die Vorzüge dieses Studiums, den Inhalten und der Menschen, die dahinter stehen. Unser bemühter Studiengangsleiter Heinz Wittenbrink ist immer offen für unser Feedback und ich bin mir sicher, dass er sich auch diese Punkte zu Herzen nimmt und für die nächsten Cosis optimieren wird.

Usability Testing als Grundlage für die feine Küche der Content Strategie

Wie kann man eine gute Content Strategie aufbauen, ohne seine User zu kennen? Die Antwort lautet gar nicht. Deshalb ist User Research eine essentielle Zutat eines leicht bekömmlichen Content Strategie Gerichts.

User Research – so lernt man den User kennen

User Research ist ein breites Feld – man kann damit etwa Personas entwickeln, eine Customer Journey Map erstellen oder mittels Card Sorting eine geeignete Informationarchitektur erarbeiten. Zu User Research gehören aber auch AB-Tests, um zu eruieren, welche von zwei Möglichkeiten besser funktioniert, oder auch den Blickverlauf mittel Eye Tracking messen. Womit ich mich in den letzten Wochen vermehrt beschäftigt habe, sind Usability Testings für Websites. Eine neue Erfahrung für mich, und sehr aufschlussreich.

Usability Testings – den Usern beim Ärgern zusehen

Experten behaupten, dass Manager zuerst nur schwer dazu zu bringen sind, sich ein Usability Testing anzusehen, danach wollen sie jedoch den Beobachtungsraum kaum mehr verlassen. Kein Wunder. Denn es ist unglaublich spannend, Usern beim Problemlösen und Ärgern zuzusehen. Und geärgert wird bei einem solchen Test immer.

Bei einem Usability Testing werden dem User verschiedene Szenarien vorgestellt, die er zu lösen hat. Dabei geht es nicht darum, dass der User getestet wird, sondern die Website. Am Besten eignen sich dafür nicht etwa „Poweruser“, sondern User, die nicht allzu internetaffin sind, dadurch ergibt das Usability Testing mehr eventuelle Schwachstellen einer Website.

Während der User die Szenarien löst, wird der Screen, sowie die Stimme des Users die ganze Zeit aufgezeichnet. Im Duo hört man den User laut denken und ihn gleichzeitig am Screen arbeiten.

Das „Kochbuch“ für einen solchen Test lieferte Steve Krug mit seinem Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems“. Das Buch ist zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand (letzte Überarbeitung 2009), die Erklärungen sind jedoch sehr simpel und spannend aufgebaut.

Als Vorbereitung für eigene Tests diente mir sein Demo-Video eines Usability Testings:

Usability Testing in der Praxis

Im Rahmen meines Studiums Content Strategie durften wir ein solches Usability Testing für den Konzern Energie Steiermark AG durchführen. Aufgrund der Ergebnisse des Testings gaben wir der Geschäftsführung unsere Empfehlungen ab, die sehr positiv aufgenommen wurden. Keine Selbstverständlichkeit, denn Unternehmen neigen dazu, sich angegriffen zu fühlen, wenn sie den Spiegel vorgehalten bekommen. In diesem Fall war das definitiv nicht so.

Und weil ich das Usability Testing so spannend gefunden habe (und Leuten tatsächlich gerne beim lautem Ärgern zusehe), habe ich diese Methode als wesentliches Element meiner zweiten Projektarbeit auserkoren: Ich werde über den Sommer das Intranet meines Unternehmens gründlich unter die Lupe nehmen. Was ich dabei alles erleben und erlernen darf, wird hier bei Cuisine de Content gepostet. To be continued…

COS14 in London

Man nehme eine hippe und moderne Stadt, einige der besten Content Strategen weltweit, einzigartige Locations und die bewährt großartigen COS Studierenden und Lehrenden – und schon hat man die besten Zutaten für eine erfolgreiche Studienreise.

Die Content Strategie Haubenköche

Während unserer Woche in London lernten wir Profis zum Thema Content Strategie kennen, die uns spannende Einblicke in ihre Arbeit gewährten und unsere Fragen bereitwillig beantworteten. Zum Einen war da die großartige Rahel Ann Bailie, die uns viel über Content Audits und diverse Deliverables erzählte. Im Mozilla Firefox Office hörten wir Vorträge von Mike Atherton und Lisa Moore. Teilweise wurden die Lehrveranstaltungen auch in der großen Digitalagentur DigitasLBi abgehalten, in der wir einige der Mitarbeiter vor Ort auf die Finger schauen durften, sowie einen tollen Vortrag von Elizabeth McGuane hörten.

Durch die FH Joanneum Absolventin Johanna Kollmann bekamen wir Einblicke in ihre Arbeit zum Thema User Experience in London und dazu gehörte auch ein Besuch von GDS – Government Digital Service. Die Organisation ist ein Musterbeispiel an UX und dem Einsatz von Content Strategie.

Das Resümee

Zum Ende der Woche veranstalteten unsere heimischen COS-Vortragenden eine gemeinsame Abschlussrunde mit unsern Gastvortragenden, bei der wir ihnen unsere spezifischen praktischen Fragen stellen konnten. Dieser gemeinsame Vormittag war perfekt, um die gehörten Inhalte abzurunden.

Meine Erkenntnis war, dass Content Strategie eine unablässige Entwicklung ist, allein schon aufgrund der stark zunehmenden digitalen Inhalte. Dennoch sind wir auf dem Festland, besonders in Österreich, noch weit weg von dem Bewusstsein, das für die Bedeutung von Content Strategie in Unternehmen erst geschaffen werden muss. Dass User Experience und Content Strategie zusammen gehören, war für mich auch vor London keine Neuheit, dass sie jedoch so eng miteinander verbunden sind, und dass UX so elementar ist bei einer guten Content Strategie, wurde mir in London richtig bewusst.

Diese Woche war so ereignisreich wie relevant und die Eindrücke dieser Woche hallen in mir noch lange nach und werden wohl noch einige Zeit verarbeitet werden müssen.


Meine lieben StudienkollegInnen haben ebenfalls über unseren Aufenthalt in London geschrieben – einige Texte dazu:

 

 

Storytelling nach Rezept

Von Hubert Weitzer zu lernen macht einfach Spaß. Er schafft es, Inhalte auf kurzweilige Art zu transportieren und verfolgt dabei immer einen roten Faden. Er bringt wahrlich das Wort „Strategie“ in „Content Strategie“. So auch in seinem Vortrag zum Thema Storytelling.

Das Modell für crossmediales Storytelling

Wer glaubt, dass Storytelling nur ein neumodischer Begriff für Märchen erzählen ist, der irrt. Storytelling ist das Erzählen einer Unternehmensgeschichte. Und das will gelernt sein.

Der Inhalt einer guten Geschichte ist eine Herzensangelegenheit, im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb sollte man mittels dieser 8 Fragen die wesentlichen Eckpfeiler einer guten Geschichte entwickeln:

1. Was ist das Herz der Geschichte? (Was soll erreicht werden)
2. Wo schl
ägt das Herz? (Wie soll es erreicht werden)
3. Was will das Herz? (Worum geht es)
4. Was bringt das Herz zum Rasen? (Was unterscheidet die Geschichte und Personen?)
5. Warum ist dein Herz so kompliziert? (Wer ist die Person, die Geschichte trägt?)
6. Wo hast du dein Herz versteckt? (Worin steckt die Einzigartigkeit)
7. Operation am lebend Herzen! (Spannungsbogen)
8. Ich weiß jetzt wie dein Herz schlägt! (Call to Action)


Und selbst der Vortrag war im Stil von Storytelling gehalten – anhand von diesem Video: (Dieses Video war ein tatsächlich ernst gemeinter Rat in den 50-iger Jahren, wie man jemanden daten soll)