In der Masterarbeit kommen alle Zutaten der Content Strategie in einen Topf

Im gesamten Content Strategie Studium wurden wir dafür vorbereitet. Eine Content Strategie für ein praktisches Projekt zu planen und im besten Fall auch zu implementieren. Rückblickend kann ich sagen: Die Arbeit hatte einen langen Reifeprozess und zwischendurch war ich mir nicht sicher, ob dieses Gericht tatsächlich munden würde.

Abstecken von Zielen und Fokus

Zuerst ging es darum, wie ich unser Unternehmen bestmöglich unterstützen könnte. Da wir, wie viele Unternehmen, ein sehr abteilungslastiges Denken haben, und den Kunden teilweise nur schlecht kennen, wollte ich hier ansetzen. Ein ganzheitlicher Ansatz, wie der Kunde unser Unternehmen wahrnimmt und wie zufrieden er damit ist. Dafür wählte ich den Ansatz der Customer Journey und der Touchpoints. Mit Touchpoints sind Kontaktpunkte gemeint, die ein Kunde mit einem Unternehmen hat. Dies kann die Website, Prospekte, Messen, das Call-Center oder ein Gespräch sein. An den Touchpoints der jeweiligen Customer Journey gibt es jede Menge Content (oder auch das Fehlen von Content), dieser muss strategisch geplant werden, um die Zielgruppe in der Customer Journey zu unterstützen und sie zu ihrer Zielhandlung zu bewegen, in meinem Fall den Kauf einer Maschine. Deshalb war das Ziel meiner Masterarbeit die Erarbeitung einer Content Strategie entlang den Touchpoints einer Customer Journey zur besseren Unterstützung des Kaufprozesses.

Touchpoints in den Phasen einer Customer Journey einer Persona
Touchpoints in den Phasen einer Customer Journey einer Persona

Touchpointanalyse

Als Vorarbeit habe ich Personas und ihre Customer Journey für mein Unternehmen erstellt, auch darüber habe ich einige Zeilen verfasst. Im zweiten Schritt wurden die Touchpoints analysiert in dieser Journey. Dabei hat mir das Buch von Anne Schüller sehr geholfen. Für meine Touchpointanalyse habe ich alle Kunden per online Fragebogen zu den Touchpoints befragt. Dabei ging es um die wichtigsten Touchpoints, den Content darin, ihre Zufriedenheit mit uns und dem Vergleich zur Konkurrenz.

Schließlich führte ich auch noch jede Menge anderer Analysen durch. Der Hauptbestandteil davon war der Content Audit. Von uns Studenten gefürchtet war dies wie erwartet ein großes Stück der Arbeit, aber es gab sehr gute Auskunft darüber, welchen Content wir im Unternehmen haben (on- und offline), wie dieser bezüglich Keywords, Lesbarkeit, Medien und Zielgruppenkompatibilität bewertet wird.

Das Content Strategy Quad – das Kochbuch für Content Strategie

Das Content Strategy Quad
Das Content Strategy Quad

Nach der umfassenden Analyse ging es ans Eingemachte, an die Strategie selbst. Theoretisches Konstrukt war hierfür das Content Strategy Quad von Kristina Halvorson:

  • Core Strategy: Die Kernstrategie gibt die langfristige Richtung der gesamten Content Strategie vor und zeigt, wie Content die Unternehmensziele unterstützen kann.
  • Substance: Gibt vor, welchen Content man für wen benötigt, zum Beispiel die Zielgruppen, Botschaften und Themen sowie „Voice and Tone“ Richtlinien.
  • Structure: Die Struktur einer Content Strategie definiert, wie Content organisiert, formatiert und abgebildet werden muss. Dazu gehören zum Beispiel die Kanäle (z.B. Email, Website), Plattformen (z.B. CMS Systeme) und Formate (z.B. Text, Audio, Video).
  • Workflow: Im Workflow werden die Prozesse, Werkzeuge und Personalressourcen bestimmt, zum Beispiel mit Redaktionsplan, Checklisten oder auch mit Analysen und Scorecards.
  • Governance: In diesem Bereich wird gesteuert, wie Schlüsselentscheidungen über den Content und die Content Strategie getroffen werden, wie Kommunikations- und Informationsflüsse ablaufen und wie der Erfolg der Strategie gemessen werden kann und die Strategie laufend aktuell bleibt.

Nach diesen Bereichen konnte ich sehr gut vorgehen und alles durchdefinieren. Leider kann ich an dieser Stelle keine genaueren Ergebnisse teilen, da meine Masterarbeit für die Öffentlichkeit gesperrt ist. Wieder einmal zeigte sich für mich: Content Strategie kann man sehr gut praktisch anwenden, für unterschiedliche Branchen und unterschiedliche Anwendungsgebiete.

Der Hauptgang ist dennoch nur die Vorspeise

Meine Betreuer Martin Bredl und Rahel Anne Bailie halfen mir durch ihre praktischen Ansätze sehr viel weiter. Sie behielten stets die Umsetzbarkeit und den Nutzen der Arbeit für mein Unternehmen im Auge und unterstützten mich dabei, auf diesem Weg zu bleiben.

Wie ich auch in einem Beitrag geschrieben habe, geht es nach dem Studium erst richtig los. Als Absolventen sind wir nun dafür verantwortlich, die Content Strategie in einem Unternehmen umzusetzen und die Unternehmensinhalte strategisch zu planen. Jetzt wird’s erst richtig heiß in der Cuisine de Content!

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4 Semester berufsbegleitendes Studium – ein persönliches Resümee

Nach vier Semester berufsbegleitend studieren neben einem Vollzeitjob blicke ich zurück: Auf viele lange Nächte, Wochenenden mit Vorlesungen, aber auch auf umgesetzte Projekte und viele neue Erkenntnisse, Eindrücke und Ideen. Um in den Analogien meines Blogs zu bleiben: Nach diesen 4 Semestern fühle ich mich, als hätte ich für mich persönlich ein Kochbuch voller Rezepte, Fotos, Lieblingszutaten und Tipps und Tricks befüllt.

 Berufsbegleitend studieren ist oft nicht freizeitbegleitend

„Es wird schon nicht so schlimm werden“ – das habe ich mir zu Beginn des Content Strategie Studiums gedacht. Mein letzter Studienabschluss war schon lange genug her, um mich wieder der Illusion hinzugeben, dass Studium und Job ja nicht so stressig sind.

Nun fühle ich mich wie ein Pinocchio-Verschnitt, denn da habe ich mich glatt selbst angelogen. Es war eine Herausforderung, aber eine machbare, wie sich herausgestellt hat.

Das erste Jahr gab noch ziemlich gut die Möglichkeit, alles miteinander zu kombinieren. Der hohe Fernstudienanteil mit Hangouts über Google+ verlangte nicht jedes Wochenende eine Anwesenheit. Das war sehr einfach, vor allem für meine Studienkollegen, die eine weitere Anreise hatten. 

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Daran denke ich gerne zurück: an einen tollen Austausch zwischen uns Studenten

Im nächsten Jahr war die Belastung dann um einiges höher. Ich steckte mir das ehrgeizige Ziel, im Juni meine Masterarbeit abzugeben. Einige Monate vor Abgabe war ich mir nicht sicher, ob ich dies tatsächlich schaffen kann. Doch ich legte mein Privatleben mehr oder weniger auf Eis, die Abende und Wochenenden waren reserviert für das FH-Studium. Es war anstrengend, körperlich und geistig. Ich danke meinen Mitmenschen für die Geduld und Unterstützung, denn ohne diese wäre dies nicht möglich gewesen. Und meinen lieben Studienkollegen, denn die gegenseitige Motivation war sehr inspirierend. Nun ist es vollbracht – die Masterarbeit ist abgegeben und die Prüfung steht in zwei Wochen bevor. Und dann? Dann geht’s erst richtig los. 

Das Ende ist ein neuer Anfang

Eine Kollegin fragte mich neulich: „Wie schön, du hast die Masterarbeit abgegeben. Was wirst du jetzt wohl machen?“ Es war eher als rhetorische Frage gemeint, die mich aber zum Nachdenken anregte. Ich schrieb meine Masterarbeit für die Firma, in der ich tätig bin. Aus gutem Grund. Denn darin gab ich jede Menge Handlungsempfehlungen, eine Kombination aus den Dingen, die ich im Studium gelernt habe und den Erkenntnissen, die ich in meinen Jahren bei diesem Unternehmen gewonnen habe. Und nun geht es darum, eben genau mit dieser Kombination diese Handlungsempfehlungen umzusetzen und eine Content Strategie einzuführen. Ich war in den letzten Wochen mehr auf die Abgabe konzentriert, als auf die Phase, die danach kommt. Dazu gehört, das Gelernte umzusetzen und anzuwenden. Schließlich habe ich nicht zum Selbstzweck studiert, nicht meine Freizeit geopfert, um das neu erworbene Wissen in Regalen meines Kopfes verstauben zu lassen. Sondern um es anzuwenden und aktuell zu halten (nicht zuletzt, indem ich mit dem Studiengang verbunden bleibe) und das ist wiederum eine völlig neue und spannende Herausforderung.

 

Personas – zwischen Marketingzielgruppen und User Experience

Ein weiteres Rezept, das ab sofort den Weg in meine Lieblingsrezeptsammlung geschafft hat, wenn man so will, ist die „Persona“. Mein Ansatz war wohl eine Art Fusion Kitchen, da ich Ansätze aus der User Experience, dem Content Marketing und der klassischen Marketingdefinition der Zielgruppen gemixt habe.

Persona Erstellung

Ich habe die Personas für mein Unternehmen erstellt, die Repräsentanten einer Zielgruppe darstellen. Bestandteile einer Persona sind zum Beispiel ein Name, ein Foto, einige demografische Merkmale (nicht zu viel!), sowie persönliche Ziele, Motivatoren und typische Verhaltensmuster.

In unserem Unternehmen gab es davor eine ungefähre Definition der Zielgruppen, aber diese war nicht unbedingt fundiert und nicht sehr tiefgehend, sondern hat sich im Laufe der Zeit ergeben. Genaue Unterschiede zwischen den Zielgruppen des Handwerks und der Industrie wurden nie erarbeitet, welche Bedürfnisse sie haben und wie sie sich in ihrem Kaufverhalten unterscheiden. Meine Forschung sollte also einerseits untersuchen, ob die bestehende Segmentierung passend ist oder ob es Merkmale gibt, die eine bessere Unterscheidung der Zielgruppen möglich macht. Andererseits sollte meine Arbeit zeigen, welche Unterschiede es gibt entlang des Kaufprozesses einer Maschine und wie ein solcher Prozess typischerweise aussieht.

Zu diesem Zweck habe ich Kunden persönlich und telefonisch interviewt. Mit einem Gesprächsleitfaden habe ich unsere Kunden gebeten, mir unabhängig von uns als Anbieter zu erklären, wie und warum sie eine Maschine kaufen für ihren Betrieb, folgende Themen habe ich dazu unter anderem abgefragt:

  • Auslöser für neue Maschinenkäufe
  • Persönliche Definition des Kunden für Erfolg
  • Herausforderungen und Hindernisse vor, während und nach dem Kauf einer Maschine
  • Dauer des Kaufprozesses
  • Einzelne Phasen des Kaufprozesses
  • Involvierte Personen
  • Wichtige Informationsquellen
  • Alter
  • Position im Unternehmen
  • Unternehmensgröße

Zu Beginn erklärte ich den Kunden jeweils, dass ihre Antworten anonym bleiben und nur unserer internen Optimierung dienen. Die Kunden waren erstaunlich offen und es waren durchwegs sehr angenehme und für mein Gefühl sehr ehrliche Gespräche. Ich hatte auch den Eindruck, dass sie sich freuen, um ihre Meinung gebeten zu werden und unseren Einsatz als Unternehmen schätzen, um unsere Kundengruppen besser kennen zu lernen.

Schließlich habe ich die Ergebnisse dieser insgesamt 11 Befragungen ausgewertet. Das bestand hauptsächlich darin, gleiche Antworten zu clustern aufgrund von ähnlichen Antworten. Das Ergebnis war wie erwartet und doch irgendwie nicht.

Das Ergebnis der Persona Erstellung

Um die Spannung gleich vorwegzunehmen: Ja, die Segmentierung blieb die selbe. ABER es gibt zwischen den Zielgruppen der handwerklichen und industriellen Kunden nicht so viele Unterschiede, wie wir im Unternehmen zuvor angenommen hatten. Dauer und involvierte Personen im Kaufprozess sind ziemlich ident, auch die Informationsquellen sind fast gleich, die wesentlichen Unterschiede liegen in den Auslösern für neue Käufe, in der Erfolgsdefinition und den Herausforderungen im Kaufprozess. Um dies unternehmensintern auch darzustellen, habe ich die Personas möglichst lebensecht illustriert, mit einer Übersicht aus Name, Foto, Alter, jeweils ein Zitat und den wichtigsten Erkenntnissen aus den Interviews. Leider kann ich an dieser Stelle die Ergebnisse der Persona nicht präsentieren, da diese im Rahmen meiner Masterarbeit für die Öffentlichkeit gesperrt sind.

Die „Starköche“ auf diesem Gebiet

Für mich waren hier verschiedene Ansätze interessant. Der klassische Ansatz aus dem Marketing, der die Zielgruppen hauptsächlich mit demografischen Merkmalen beschreibt, war mir zu unvollständig. Denn diese Merkmale allein sagen nur wenig darüber aus, wie sich eine Zielgruppe verhalten wird und wie ich mich dahingehend als Unternehmen verhalten kann. Der Ansatz der User Experience nach der verhaltensorientierten Definition war ebenfalls etwas kurz gegriffen für mich, da sich dieser meist auf der Verhalten einer bestimmten Website bezieht und keinen ganzheitlichen Charakter hat. So habe ich eine Mischung gewählt aus: Adele Revella’s Buch „Buyer Personas“ und Steve Mulder’s Buch „The user is always right“. Wer sich mit Personas beschäftigt, kommt um diese zwei tollen Autoren nicht herum. Sie beschreiben sehr praktisch und sehr logisch, worauf es ankommt, welche Fehler man vermeiden muss, aber auch, wie man die Persona im Unternehmen zum Leben erweckt. Adele Revella hat eine sehr interessante Ansicht, da sie den Kunden tatsächlich kennen lernen will und tiefgehende Einsichten gewinnen möchte, wie sie mit ihren 5 Rings of Buying Insight erklärt. Nach diesen Vorschlägen habe ich meinen Gesprächsleitfaden aufgebaut und das Gespräch definiert. Steve Mulder hat mir wiederum sehr bei der Auswertung meiner Interviews geholfen und der verschiedenen Arten der Erstellung einer Persona. Beide Bücher waren von großer Hilfe und ihre Ideen und Vorschläge waren einfach umzusetzen, ließen aber auch Freiheiten, um unternehmensspezifische Besonderheiten einfließen zu lassen.

Für schnelle Köche – Apps für Personas:

Wenns mal schnell gehen muss oder man keine Möglichkeit hat, Kunden zu interviewen, kann man auch verschiedene Websites nutzen, die sehr schöne und kostenlose Tools bieten. Es kann auch der Start sein für die Erstellung von Personas mit empirischem Hintergrund, denn diese schön gestalteten Personas dürften auch für jeden Chef von Interesse sein:

http://personapp.io/

https://xtensio.com/user-persona/

http://www.makemypersona.com/

 

 

Markenbotschaften erstellen mit Online Fokusgruppen

Eine Marke ist ein absolut essentieller Bestandteil eines jeden Unternehmens. Eine Marke kann definiert werden als das Bild, das die Öffentlichkeit eines Unternehmens hat (Ann Handley, MarketingProfs, Co-Author von “Content Rules”) Um die Marke kommunizieren zu lassen, empfiehlt es sich, Markenbotschaften zu definieren.

Das kommt uns heute auf den Tisch

Für ein Praxisprojekt für das Museum im Palais in Graz, erstellten wir Markenbotschaften als einen Teil einer Content Strategie, erarbeitet wurden diese unter anderem auf Basis einer Online Fokusgruppe.

Markenbotschaften und Botschaftsarchitektur

Margot Bloomstein definiert Botschaftsarchitektur als „Hierarchie von Kommunikationsziele, die ein gemeinsames Vokabular repräsentieren“. Es geht darum, Begriffe zu definieren in einem bestimmten Kontext und mit einer bestimmten Priorität. So soll sicher gestellt sein, dass jeder im Team das gleiche Verständnis der Botschaftsarchitektur einer Marke hat. Für das Museum im Palais bedeutete dies primär, dass Botschaften gefunden werden, die von der Zielgruppe verstanden werden, nicht zu wissenschaftlich sind und mit den gewünschten Emotionen besetzt werden.

ASYNCHRONE FOKUSGRUPPEN – ähm asyn, wie bitte?

Nach einem ersten Workshop mit der Leiterin des Museum im Palais hatten wir erste Einblicke in die Innensicht. Nun war es an der Zeit, die Außensicht hereinzuholen. Wir wollten verschiedene Zielgruppen befragen und dies in relativ kurzer Zeit, da wir für das Projekt einen engen Zeitplan hatten. Was sollten wir also tun? Da wir im Rahmen dieser Erhebung qualitative Informationen erhalten wollten, entschiedene wir uns für eine Fokusgruppe (moderierte Diskussionen in Gruppen zu einem bestimmten Thema). Diese sollte jedoch nicht face to face, sondern auf der Team-Plattform Slack stattfinden. Dank Studienkollegen, Freunden und Familienmitgliedern hatten wir rasch knapp 20 Personen zusammen, die unseren Zielgruppen entsprachen und bereit waren, bei unserem kleinen Experiment mitzumachen.

Der Ablauf

Im Laufe von vier Tagen stellten wir jeden Tag eine Frage in einen eigens kreierten öffentlichen Channel auf Slack. Dazu gab es jeden Morgen ein Email, ebenso mit der gestellten Frage und noch einmal dem Link zum Channel. Asynchron war es deshalb, weil unsere Probanden jeweils einen Tag Zeit hatten, um eine Frage zu beantworten und auch auf die Antworten der anderen Probanden zu kommentieren.

Das war zum Beispiel Frage Nr. 3:

Guten Morgen liebe TeilnehmerInnen!

Halbzeit! Unsere Umfrage geht in die dritte Runde, wir danken euch wieder mal für euren Einsatz und wünschen euch einen schönen Tag 🙂

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Frage 3 – Dienstag, 03. November 2015

Wie wirken die folgenden Bilder der Ausstellung im Museum im Palais auf dich? Wirken sie (un)sympathisch, (un)informativ, (un)einladend, etc.?

Vielen Dank für eure Antworten und Gruppendiskussionen!

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Die Ergebnisse der asynchronen Fokusgruppen waren sehr beeindruckend und deckten sich großteils mit den Vermutungen der Auftraggeberin und waren eine tolle Basis für das Entwickeln der Botschaftsarchitektur. Wir fassten die Aussagen aus dem Chat zu Überbegriffen zusammen und kategorisierten sie in positiv, neutral und negativ.

Der Weg von der Analyse zur Botschaftsarchitektur

Anhand der Ergebnisse definierten wir ein Markensteuerrad (wie anhand von Esch), um den Markennutzen, Tonalität, Eigenschaften und Aussehen der Marke mit Kernnutzen darzustellen. Zum

Die Botschaftsarchitektur

Die Marke des Museum im Palais kann für die Kommunikation folgende Botschaftsarchitektur haben:

  1. Kompetent
  2. Lehrreich
  3. Einladend

Darauf aufbauend kann man einen Content Style Guide erstellen, wie man gut kommunizieren kann und die Markenwerte auf ein grafisches und sprachliches Niveau zu bringen und dafür Vorgaben für die Kommunikation eines Unternehmens zu machen.

Dies war nur im Schnelldurchlauf eine Möglichkeit, wie man zu Markenbotschaften kommen kann. Dieses im Rahmen dieses Projektes entwickelte Verfahren hat sich sehr bewährt und hat für diese Zwecke sehr gut funktioniert. Mit dem minimierten Kosten- und Zeitaufwand durch die online Durchführung bietet sich diese Art der Nutzerforschung auf jeden Fall auch für weitere Projekte an.

Das Auge isst mit – Infografiken einfach erstellen

Infografiken sind gerade in aller Munde. Sie treffen den Geist der Zeit, weil eine Infografik ein Contentformat ist, das Inhalte in bildhafter Form erklärt und kommuniziert.

Infografiken erstellen – aber wie?

Wer nicht auf Grafikprogramme zurückgreifen kann, hat zahlreiche Möglichkeiten, einfach und kostenlos Infografiken zu erstellen. Aus den vielen Möglichkeiten habe ich die webbasierte Lösung „piktochart“ gewählt. Dafür sprachen die einfachen Erklärungen, die guten Bewertungen in verschiedenen Beiträgen und die vielen Möglichkeiten in der kostenlosen Version.

Und es geht sofort los – nach Ein-Klick-Anmeldung über Google oder Facebook kann man bereits seine erste Infografik erstellen. Entweder aus einem Template oder von Anfang an. Man kann alle Elemente einfach bearbeiten in Farbe und Form. Textfelder, Grafiken oder zahlreiche Icons – die Möglichkeiten sind endlos. Diagramme können ebenso importiert werden wie Bilder. Und exportieren kann man die Infografiken auch in beliebigen Formaten und Auflösungen. Piktochart hat mich überzeugt und ich kann das Tool nur wärmstens weiterempfehlen.

Infografik – das Allroundtalent

Auf Customer Magnetism wird, wie könnte es anders sein, in einer Infografik gezeigt, welchen Nutzen eine Infografik haben kann:

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Titelbild von: https://bacontoday.com/best-bacon-infographics/

Usability Testing für Intranet – Hauptspeise

Im 2. Semester des Content Strategie Studiums lernten wir viel Nützliches über Usability und User Experience. Dazu gehörte als Abschluss eine praktische Projektarbeit im Bereich User Research. Eine Methode, um Usability zu überprüfen, ist Usability Testing. Von der Methode hatte ich bereits des Öfteren gehört, sie aber noch nie angewandt. Meine Neugier war also geweckt.

Die Projektarbeit zu Usability Tests

Der Auftraggeber der Usability Tests war ein Maschinenbauunternehmen mit 250 Mitarbeitern am Hauptstandort in der Steiermark und es sollte das Intranet untersucht werden. Das Intranet des Unternehmens ist seit 2009 als internes Informationsportal im Einsatz.

Die Nutzung des Intranets war bis dato nicht sehr hoch und die Mitarbeiter waren unzufrieden, da es in der Anwendung einige Probleme gab. Im Rahmen dieser Usability Tests sollte die Nutzerfreundlichkeit des Intranets getestet werden und die schwerwiegendsten Probleme damit identifiziert werden.

Aus den Ergebnissen wurden schlussendlich Handlungsempfehlungen gegeben, wie die Usability verbessert werden kann, um somit mehr Nutzen für die Mitarbeiter bieten zu können.

So weit, so gut. Der Menüwunsch war klar, nun musste in der Küche gezaubert werden. Die Infografik zeigt meine Vorgehensweise. Dabei halfen mir vor allem Steve Krug’s Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems” und die praktischen Tipps und Tricks von Usability-Toolkit

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Mein Resumé der Tests

Die Durchführung der Tests erforderte für mich relativ viel Vorbereitung, um die Technik bereit zu haben und sich mit der abgefragten Materie vertraut zu machen.

Fast alle Testpersonen fanden dieselben oder ähnlichen Probleme in der Usability und meiner Meinung nach war die Anzahl von 6 Testpersonen aus unterschiedlichen Abteilungen richtig, um die wichtigsten Probleme zu identifizieren und praktische und lösbare Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Alle Tests wurden per Bildschirmaufnahme aufgezeichnet, somit konnten dem Auftraggeber einzelne Videosequenzen gezeigt werden. Die Handlungsempfehlungen, gekocht aus den Ergebnissen der Tests, garniert mit einigen Videosequenzen, mundeten dem Auftraggeber sehr.

P.S.:  Diese Infografik habe ich mit piktochart erstellt – ein Tool zum Weiterempfehlen!

Usability Testing für Intranet – Die Vorspeise

Diesen Sommer wird es brodeln, nicht nur in der Sonne, sondern auch in meinen Content Strategie Kochtöpfen. Als Abschluss des zweiten Semesters widme ich mich dem Thema Usability Testing – am Beispiel eines B2B Unternehmens.

Usability Testing – Keine Rocket Science

Wie berichtet, führten wir Studenten bereits ein gemeinsames Projekt zu diesem Thema durch. Nun soll eine alleinige Projektarbeit zum Thema Analyse erarbeitet werden, in meinem Fall werden das Usability Testings sein.

Anhand von Steve Krug’s Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems” werde ich die Usability vom Intranet eines Grazer Unternehmens testen. Dazu werde ich Mitarbeitern dieses Unternehmens verschiedene Szenarien vorstellen, die sie so gut wie möglich lösen sollen. Die Ergebnisse dieser Tests werden dann noch verfeinert mit Webanalysen der Seite und Best Practice Beispielen und voilà, dies ist die nächste Projektarbeit.

Aber mehr dazu dann im Herbst …