Das Auge isst mit – Infografiken einfach erstellen

Infografiken sind gerade in aller Munde. Sie treffen den Geist der Zeit, weil eine Infografik ein Contentformat ist, das Inhalte in bildhafter Form erklärt und kommuniziert.

Infografiken erstellen – aber wie?

Wer nicht auf Grafikprogramme zurückgreifen kann, hat zahlreiche Möglichkeiten, einfach und kostenlos Infografiken zu erstellen. Aus den vielen Möglichkeiten habe ich die webbasierte Lösung „piktochart“ gewählt. Dafür sprachen die einfachen Erklärungen, die guten Bewertungen in verschiedenen Beiträgen und die vielen Möglichkeiten in der kostenlosen Version.

Und es geht sofort los – nach Ein-Klick-Anmeldung über Google oder Facebook kann man bereits seine erste Infografik erstellen. Entweder aus einem Template oder von Anfang an. Man kann alle Elemente einfach bearbeiten in Farbe und Form. Textfelder, Grafiken oder zahlreiche Icons – die Möglichkeiten sind endlos. Diagramme können ebenso importiert werden wie Bilder. Und exportieren kann man die Infografiken auch in beliebigen Formaten und Auflösungen. Piktochart hat mich überzeugt und ich kann das Tool nur wärmstens weiterempfehlen.

Infografik – das Allroundtalent

Auf Customer Magnetism wird, wie könnte es anders sein, in einer Infografik gezeigt, welchen Nutzen eine Infografik haben kann:

CuisinedeContent_Infographic

Titelbild von: https://bacontoday.com/best-bacon-infographics/

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Usability Testing für Intranet – Hauptspeise

Im 2. Semester des Content Strategie Studiums lernten wir viel Nützliches über Usability und User Experience. Dazu gehörte als Abschluss eine praktische Projektarbeit im Bereich User Research. Eine Methode, um Usability zu überprüfen, ist Usability Testing. Von der Methode hatte ich bereits des Öfteren gehört, sie aber noch nie angewandt. Meine Neugier war also geweckt.

Die Projektarbeit zu Usability Tests

Der Auftraggeber der Usability Tests war ein Maschinenbauunternehmen mit 250 Mitarbeitern am Hauptstandort in der Steiermark und es sollte das Intranet untersucht werden. Das Intranet des Unternehmens ist seit 2009 als internes Informationsportal im Einsatz.

Die Nutzung des Intranets war bis dato nicht sehr hoch und die Mitarbeiter waren unzufrieden, da es in der Anwendung einige Probleme gab. Im Rahmen dieser Usability Tests sollte die Nutzerfreundlichkeit des Intranets getestet werden und die schwerwiegendsten Probleme damit identifiziert werden.

Aus den Ergebnissen wurden schlussendlich Handlungsempfehlungen gegeben, wie die Usability verbessert werden kann, um somit mehr Nutzen für die Mitarbeiter bieten zu können.

So weit, so gut. Der Menüwunsch war klar, nun musste in der Küche gezaubert werden. Die Infografik zeigt meine Vorgehensweise. Dabei halfen mir vor allem Steve Krug’s Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems” und die praktischen Tipps und Tricks von Usability-Toolkit

CuisinedeContent_Usability Test_Infographic

Mein Resumé der Tests

Die Durchführung der Tests erforderte für mich relativ viel Vorbereitung, um die Technik bereit zu haben und sich mit der abgefragten Materie vertraut zu machen.

Fast alle Testpersonen fanden dieselben oder ähnlichen Probleme in der Usability und meiner Meinung nach war die Anzahl von 6 Testpersonen aus unterschiedlichen Abteilungen richtig, um die wichtigsten Probleme zu identifizieren und praktische und lösbare Handlungsempfehlungen ableiten zu können.

Alle Tests wurden per Bildschirmaufnahme aufgezeichnet, somit konnten dem Auftraggeber einzelne Videosequenzen gezeigt werden. Die Handlungsempfehlungen, gekocht aus den Ergebnissen der Tests, garniert mit einigen Videosequenzen, mundeten dem Auftraggeber sehr.

P.S.:  Diese Infografik habe ich mit piktochart erstellt – ein Tool zum Weiterempfehlen!

Usability Testing für Intranet – Die Vorspeise

Diesen Sommer wird es brodeln, nicht nur in der Sonne, sondern auch in meinen Content Strategie Kochtöpfen. Als Abschluss des zweiten Semesters widme ich mich dem Thema Usability Testing – am Beispiel eines B2B Unternehmens.

Usability Testing – Keine Rocket Science

Wie berichtet, führten wir Studenten bereits ein gemeinsames Projekt zu diesem Thema durch. Nun soll eine alleinige Projektarbeit zum Thema Analyse erarbeitet werden, in meinem Fall werden das Usability Testings sein.

Anhand von Steve Krug’s Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems” werde ich die Usability vom Intranet eines Grazer Unternehmens testen. Dazu werde ich Mitarbeitern dieses Unternehmens verschiedene Szenarien vorstellen, die sie so gut wie möglich lösen sollen. Die Ergebnisse dieser Tests werden dann noch verfeinert mit Webanalysen der Seite und Best Practice Beispielen und voilà, dies ist die nächste Projektarbeit.

Aber mehr dazu dann im Herbst …

Masterstudium Content Strategy: Semester 2

Der Juli hat begonnen und der Sommer steht in den Startlöchern – mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad. Mit Beginn des Sommers endet das zweite Semester meines Masterstudiums Content Strategy an der FH Joanneum. Diese Zeit des Übergangs schreit nach einer Reflexion dieses endenden Semesters, wie ich finde.

Das zweite Semester war gehobenere Küche – Mehr Organisation und mehr „Content“

Als erster Jahrgang dieses Studiums mussten wir uns im ersten Semester mit einigem an Improvisation und Unklarheiten herumschlagen, was definitiv für alle Beteiligten – Studierende, wie Lehrende, nicht einfach war. Im zweiten Semester war bereits eine deutliche Verbesserung spürbar, denn es gab von Anfang an einen strukturierten Plan der zu erwartenden Inhalte, der wissbegierig machte.

Das zweite Semester stand unter dem Thema Analyse mit Lehrveranstaltungen wie empirische Sozialforschung, Usability, Web Accessibility und Social Media Monitoring.

Daneben gab es spannende Lehrveranstaltungen wie Multimediales Storytelling, Information Graphics and Visualization, sowie SEO.

Der Expertenaustausch – die Haubenköche der Content Strategie

Wir durften in diesem Semester einige Spezialisten rund um das Gebiet der Content Strategie kennen lernen. In unserer Präsenzwoche in London waren das etwa Rahel Ann Bailie, Elizabeth McGuane, Mike Atherton und Lisa Moore. Am letzten Präsenzwochenende halfen uns Doris Eichmeier und Klaus Eck (aus London besuchte uns auch Rahel Ann Bailie) dabei, die Exposées unserer Projektarbeit für das zweite Semester zu verfeinern.

Es war faszinierend, diese Spezialisten zu erleben und sich mit ihnen auszutauschen. Sie haben mich wieder darin bestätigt, dass dieses Studium nicht nur für mich persönlich wichtig ist, sondern es auch für Unternehmen unabdingbar ist, sich strategisch mit Inhalten zu beschäftigen.

Doch manche Aspekte liegen mir dennoch schwer im Magen…

Das zweite Semester war von den Inhalten sowohl gut durchdacht, als auch relevant für die praktische Umsetzung in Unternehmen. Dennoch gibt es für mich ein paar Wehmutstropfen an diesem Semester. In der Analysephase einer Content Strategie ist ein Content Audit ein wichtiger Bestandteil. Eine Lehrveranstaltung war auch demnach betitelt, auf die ich mich persönlich sehr gefreut habe. Leider gab es in dieser Lehrveranstaltung, so gut sie auch war, keine Spur von einem Content Audit. Der Audit wurde nur im Rahmen der London-Woche gestreift, hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Auch auf das Thema User Research und Usability hatte ich mich zu Beginn des Semesters sehr gefreut. Die Aussicht auf ein praktisches Projekt für ein großes Grazer Unternehmen war spannend – der Ablauf dieses Projektes dann umso ernüchternder. Wir wurden angewiesen, ein Buch (!) über das Thema Usability zu lesen, das 2009 (!!!) zuletzt überarbeitet wurde. Mit diesen selbst erarbeiteten Inhalte sollten wir dann innerhalb von zwei Wochen Usability Tests durchführen, die Website analysieren und die Präsentation für dieses Unternehmen vorbereiten. Diese Vorgehensweise war für mich absolut untragbar und sehr unprofessionell.

Dennoch überwiegen natürlich wieder die Vorzüge dieses Studiums, den Inhalten und der Menschen, die dahinter stehen. Unser bemühter Studiengangsleiter Heinz Wittenbrink ist immer offen für unser Feedback und ich bin mir sicher, dass er sich auch diese Punkte zu Herzen nimmt und für die nächsten Cosis optimieren wird.

Usability Testing als Grundlage für die feine Küche der Content Strategie

Wie kann man eine gute Content Strategie aufbauen, ohne seine User zu kennen? Die Antwort lautet gar nicht. Deshalb ist User Research eine essentielle Zutat eines leicht bekömmlichen Content Strategie Gerichts.

User Research – so lernt man den User kennen

User Research ist ein breites Feld – man kann damit etwa Personas entwickeln, eine Customer Journey Map erstellen oder mittels Card Sorting eine geeignete Informationarchitektur erarbeiten. Zu User Research gehören aber auch AB-Tests, um zu eruieren, welche von zwei Möglichkeiten besser funktioniert, oder auch den Blickverlauf mittel Eye Tracking messen. Womit ich mich in den letzten Wochen vermehrt beschäftigt habe, sind Usability Testings für Websites. Eine neue Erfahrung für mich, und sehr aufschlussreich.

Usability Testings – den Usern beim Ärgern zusehen

Experten behaupten, dass Manager zuerst nur schwer dazu zu bringen sind, sich ein Usability Testing anzusehen, danach wollen sie jedoch den Beobachtungsraum kaum mehr verlassen. Kein Wunder. Denn es ist unglaublich spannend, Usern beim Problemlösen und Ärgern zuzusehen. Und geärgert wird bei einem solchen Test immer.

Bei einem Usability Testing werden dem User verschiedene Szenarien vorgestellt, die er zu lösen hat. Dabei geht es nicht darum, dass der User getestet wird, sondern die Website. Am Besten eignen sich dafür nicht etwa „Poweruser“, sondern User, die nicht allzu internetaffin sind, dadurch ergibt das Usability Testing mehr eventuelle Schwachstellen einer Website.

Während der User die Szenarien löst, wird der Screen, sowie die Stimme des Users die ganze Zeit aufgezeichnet. Im Duo hört man den User laut denken und ihn gleichzeitig am Screen arbeiten.

Das „Kochbuch“ für einen solchen Test lieferte Steve Krug mit seinem Buch Rocket Surgery Made Easy: The Do-it-yourself Guide to Finding and Fixing Usability Problems“. Das Buch ist zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand (letzte Überarbeitung 2009), die Erklärungen sind jedoch sehr simpel und spannend aufgebaut.

Als Vorbereitung für eigene Tests diente mir sein Demo-Video eines Usability Testings:

Usability Testing in der Praxis

Im Rahmen meines Studiums Content Strategie durften wir ein solches Usability Testing für den Konzern Energie Steiermark AG durchführen. Aufgrund der Ergebnisse des Testings gaben wir der Geschäftsführung unsere Empfehlungen ab, die sehr positiv aufgenommen wurden. Keine Selbstverständlichkeit, denn Unternehmen neigen dazu, sich angegriffen zu fühlen, wenn sie den Spiegel vorgehalten bekommen. In diesem Fall war das definitiv nicht so.

Und weil ich das Usability Testing so spannend gefunden habe (und Leuten tatsächlich gerne beim lautem Ärgern zusehe), habe ich diese Methode als wesentliches Element meiner zweiten Projektarbeit auserkoren: Ich werde über den Sommer das Intranet meines Unternehmens gründlich unter die Lupe nehmen. Was ich dabei alles erleben und erlernen darf, wird hier bei Cuisine de Content gepostet. To be continued…

COS14 in London

Man nehme eine hippe und moderne Stadt, einige der besten Content Strategen weltweit, einzigartige Locations und die bewährt großartigen COS Studierenden und Lehrenden – und schon hat man die besten Zutaten für eine erfolgreiche Studienreise.

Die Content Strategie Haubenköche

Während unserer Woche in London lernten wir Profis zum Thema Content Strategie kennen, die uns spannende Einblicke in ihre Arbeit gewährten und unsere Fragen bereitwillig beantworteten. Zum Einen war da die großartige Rahel Ann Bailie, die uns viel über Content Audits und diverse Deliverables erzählte. Im Mozilla Firefox Office hörten wir Vorträge von Mike Atherton und Lisa Moore. Teilweise wurden die Lehrveranstaltungen auch in der großen Digitalagentur DigitasLBi abgehalten, in der wir einige der Mitarbeiter vor Ort auf die Finger schauen durften, sowie einen tollen Vortrag von Elizabeth McGuane hörten.

Durch die FH Joanneum Absolventin Johanna Kollmann bekamen wir Einblicke in ihre Arbeit zum Thema User Experience in London und dazu gehörte auch ein Besuch von GDS – Government Digital Service. Die Organisation ist ein Musterbeispiel an UX und dem Einsatz von Content Strategie.

Das Resümee

Zum Ende der Woche veranstalteten unsere heimischen COS-Vortragenden eine gemeinsame Abschlussrunde mit unsern Gastvortragenden, bei der wir ihnen unsere spezifischen praktischen Fragen stellen konnten. Dieser gemeinsame Vormittag war perfekt, um die gehörten Inhalte abzurunden.

Meine Erkenntnis war, dass Content Strategie eine unablässige Entwicklung ist, allein schon aufgrund der stark zunehmenden digitalen Inhalte. Dennoch sind wir auf dem Festland, besonders in Österreich, noch weit weg von dem Bewusstsein, das für die Bedeutung von Content Strategie in Unternehmen erst geschaffen werden muss. Dass User Experience und Content Strategie zusammen gehören, war für mich auch vor London keine Neuheit, dass sie jedoch so eng miteinander verbunden sind, und dass UX so elementar ist bei einer guten Content Strategie, wurde mir in London richtig bewusst.

Diese Woche war so ereignisreich wie relevant und die Eindrücke dieser Woche hallen in mir noch lange nach und werden wohl noch einige Zeit verarbeitet werden müssen.


Meine lieben StudienkollegInnen haben ebenfalls über unseren Aufenthalt in London geschrieben – einige Texte dazu:

 

 

Storytelling nach Rezept

Von Hubert Weitzer zu lernen macht einfach Spaß. Er schafft es, Inhalte auf kurzweilige Art zu transportieren und verfolgt dabei immer einen roten Faden. Er bringt wahrlich das Wort „Strategie“ in „Content Strategie“. So auch in seinem Vortrag zum Thema Storytelling.

Das Modell für crossmediales Storytelling

Wer glaubt, dass Storytelling nur ein neumodischer Begriff für Märchen erzählen ist, der irrt. Storytelling ist das Erzählen einer Unternehmensgeschichte. Und das will gelernt sein.

Der Inhalt einer guten Geschichte ist eine Herzensangelegenheit, im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb sollte man mittels dieser 8 Fragen die wesentlichen Eckpfeiler einer guten Geschichte entwickeln:

1. Was ist das Herz der Geschichte? (Was soll erreicht werden)
2. Wo schl
ägt das Herz? (Wie soll es erreicht werden)
3. Was will das Herz? (Worum geht es)
4. Was bringt das Herz zum Rasen? (Was unterscheidet die Geschichte und Personen?)
5. Warum ist dein Herz so kompliziert? (Wer ist die Person, die Geschichte trägt?)
6. Wo hast du dein Herz versteckt? (Worin steckt die Einzigartigkeit)
7. Operation am lebend Herzen! (Spannungsbogen)
8. Ich weiß jetzt wie dein Herz schlägt! (Call to Action)


Und selbst der Vortrag war im Stil von Storytelling gehalten – anhand von diesem Video: (Dieses Video war ein tatsächlich ernst gemeinter Rat in den 50-iger Jahren, wie man jemanden daten soll)